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Datum |
Ereignis(se) |
| 1 | 1618 | - 1618—1648: 30-jähriger Krieg
Der Dreißigjährige Krieg. Der Krieg begann als Glaubenskrieg und endete als Machtkampf zwischen den katholischen Habsburger Kaisern (die Spanien, Österreich, Böhmen, große Teile von Italien und die südlichen Niederlande kontrollierten, und mit Hilfe der katholischen deutschen Fürsten um ihre traditionelle Macht in Deutschland kämpften) und den protestantischen Franzosen und Schweden (mit Hilfe der protestantischen deutschen Fürsten).
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| 2 | 1655 | - 1655—1661: Zweiter Nordischer Krieg
Der Zweite Nordische Krieg, auch Kleiner Nordischer Krieg oder Zweiter Polnisch-Schwedischer Krieg genannt, war eine von 1655 bis 1660/61 dauernde kriegerische Auseinandersetzung zwischen Polen-Litauen und Schweden sowie deren Verbündeten um die Vorherrschaft im Baltikum. In den Krieg wurden nahezu alle Anrainerstaaten Polen-Litauens verstrickt, darunter auch Russland, das seine Auseinandersetzungen mit Polen-Litauen, die in enger Verbindung zum Zweiten Nordischen Krieg standen, im Rahmen des Russisch-Polnischen Krieges von 1654–1667 austrug. In Polen wird die Zeit des Krieges mit Schweden, häufig aber auch die Gesamtheit der militärischen Auseinandersetzungen der 1650er und 1660er Jahre als die „(Blutige) Sintflut“ bzw. als „Schwedische Sintflut“ (polnisch Potop Szwedzki) bezeichnet, weil das Königreich damals geradezu eine Sintflut von Invasionen fremder Heere erlebte. Dänen, Norweger und Schweden verwenden gelegentlich die sich auf den schwedischen König Karl X. Gustav beziehende Bezeichnung Karl-Gustav-Kriege.
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| 3 | 1656 | - 1656—1657: Tatarensturm
Als Tatarensturm wird auch der Einfall von Lipka-Tataren und Krimtataren im Herzogtum Preußen 1656/57 bezeichnet. Er erfolgte, nachdem sich Brandenburg-Preußen unter Kurfürst Friedrich Wilhelm im Zweiten Nordischen Krieg auf die Seite der Feinde Polens gestellt hatte, das ab 1654 mit dem Krim-Khanat verbündet war. Die Tataren sollen bis zu 23.000 Einwohner Preußens getötet und 34.000 in die Sklaverei verschleppt haben; bis zu 80.000 Menschen sollen in den verwüsteten Landstrichen verhungert oder erfroren sein.
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| 4 | 1678 | - 1678—1679: Winterfeldzug gegen Schweden
Winterfeldzug über das Frische und Kurische Haff, bei dem die Schweden vom Reichsboden vertrieben werden.
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| 5 | 1701 | - 1701—1713: Friedrich I. (König in Preussen)
Friedrich (* 11. Juli 1657 in Königsberg; † 25. Februar 1713 in Berlin) aus dem Haus Hohenzollern war ab 1688 als Friedrich III. Kurfürst von Brandenburg und souveräner Herzog in Preußen. Dort erhöhte er sich 1701 als Friedrich I. zum König in Preußen.
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| 6 | 1708 | - 1708—1714: Pestepidemie
Die Große Pest von 1709 bis 1711 war als Teil der Großen Pest von 1708 bis 1714 die folgenreichste Pestepidemie im Gebiet des Königreichs Preußen. Ein Drittel der Bevölkerung und die ganze Landwirtschaft fielen ihr zum Opfer. Die Seuche forderte auch im übrigen Ostseeraum, in Pommern, Schweden und im Baltikum, zahlreiche Opfer.
- Nov 1708—Mai 1709: Jahrtausendwinter
Der Jahrtausendwinter von 1708/1709 war ein außergewöhnlich kalter Winter in Europa von Ende 1708 bis zum Frühjahr 1709. Der Winter traf selbst Länder mit in der Regel milden Wintern wie Portugal oder Italien. Der Winter gilt als der kälteste der vergangenen 500 Jahre. Die anhaltende Kälte verursachte im Folgejahr Missernten, Teuerung und Hungersnot in vielen Teilen Europas.
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| 7 | 1713 | - 1713—1740: Friedrich Wilhelm I. ("der Soldatenkönig")
Er festigt das Staatswesen. Er lässt Ostpreussen von Kommissionen bereisen, die das Land erfassen, den Boden bewerten und die steuerliche Ertragskraft feststellen. Von 1716-1719 werden die "Hufenschoßprotokolle" erstellt, die den Hufenschoß (vergleichbar mit der heutigen Grundsteuer) festlegen.
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| 8 | 1714 | - 1714—1740: Wiederbevölkerung Ostpreussens
Wiederbevölkerung Ostpreussens nach der grossen Pest.
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| 9 | 1721 | - 1721—1721: Kriegs- und Domänenkammer
Die "Kriegs- und Domänenkammer", die spätere Regierung Ostpreussens wird gegründet.
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