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 Stöhr, Marie Luise

Stöhr, Marie Luise

weiblich 1895 -

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   Datum  Ereignis(se)
1549 
  • 1549—1549: Pestepidemie
    1549 starben bei der Pest in Königsberg und Ostpreußen 15.000 Menschen.
1556 
  • 1556—1563: Siebenjähriger Krieg
    Im Siebenjährigen Krieg von 1756 bis 1763 kämpften alle europäischen Großmächte jener Zeit um ein Mächtegleichgewicht und territoriale Gewinne in Europa, um Kolonien und Einfluss in Nordamerika, Indien und Afrika, um die Herrschaft über die transatlantischen Seewege sowie um Handelsvorteile. Im Wesentlichen standen Preußen und Großbritannien einer Allianz aus der Habsburgermonarchie mit dem Heiligen Römischen Reich sowie Frankreich, Russland und Spanien gegenüber. Als Verbündete kamen auf beiden Seiten weitere kleinere und mittlere Staaten wie Kurhannover und Kursachsen hinzu.
1558 
  • 1558—1583: Erster Nordischer Krieg
    Der Livländische Krieg von 1558 bis 1583, auch als Erster Nordischer Krieg bezeichnet, war der erste einer Reihe kriegerischer Konflikte zwischen Schweden, Polen-Litauen, Dänemark und dem Zarentum Russland um die Vorherrschaft im Ostseeraum.
1568 
  • 1568: Feuersbrunst in Sensburg
    Erneute Feuersbrunst. Sensburg wird aus einstöckigen Holzhäusern wieder aufgebaut.
1618 
  • 1618—1648: 30-jähriger Krieg
    Der Dreißigjährige Krieg. Der Krieg begann als Glaubenskrieg und endete als Machtkampf zwischen den katholischen Habsburger Kaisern (die Spanien, Österreich, Böhmen, große Teile von Italien und die südlichen Niederlande kontrollierten, und mit Hilfe der katholischen deutschen Fürsten um ihre traditionelle Macht in Deutschland kämpften) und den protestantischen Franzosen und Schweden (mit Hilfe der protestantischen deutschen Fürsten).
1655 
  • 1655—1661: Zweiter Nordischer Krieg
    Der Zweite Nordische Krieg, auch Kleiner Nordischer Krieg oder Zweiter Polnisch-Schwedischer Krieg genannt, war eine von 1655 bis 1660/61 dauernde kriegerische Auseinandersetzung zwischen Polen-Litauen und Schweden sowie deren Verbündeten um die Vorherrschaft im Baltikum. In den Krieg wurden nahezu alle Anrainerstaaten Polen-Litauens verstrickt, darunter auch Russland, das seine Auseinandersetzungen mit Polen-Litauen, die in enger Verbindung zum Zweiten Nordischen Krieg standen, im Rahmen des Russisch-Polnischen Krieges von 1654–1667 austrug. In Polen wird die Zeit des Krieges mit Schweden, häufig aber auch die Gesamtheit der militärischen Auseinandersetzungen der 1650er und 1660er Jahre als die „(Blutige) Sintflut“ bzw. als „Schwedische Sintflut“ (polnisch Potop Szwedzki) bezeichnet, weil das Königreich damals geradezu eine Sintflut von Invasionen fremder Heere erlebte. Dänen, Norweger und Schweden verwenden gelegentlich die sich auf den schwedischen König Karl X. Gustav beziehende Bezeichnung Karl-Gustav-Kriege.
1656 
  • 1656—1657: Tatarensturm
    Als Tatarensturm wird auch der Einfall von Lipka-Tataren und Krimtataren im Herzogtum Preußen 1656/57 bezeichnet. Er erfolgte, nachdem sich Brandenburg-Preußen unter Kurfürst Friedrich Wilhelm im Zweiten Nordischen Krieg auf die Seite der Feinde Polens gestellt hatte, das ab 1654 mit dem Krim-Khanat verbündet war. Die Tataren sollen bis zu 23.000 Einwohner Preußens getötet und 34.000 in die Sklaverei verschleppt haben; bis zu 80.000 Menschen sollen in den verwüsteten Landstrichen verhungert oder erfroren sein.
1678 
  • 1678—1679: Winterfeldzug gegen Schweden
    Winterfeldzug über das Frische und Kurische Haff, bei dem die Schweden vom Reichsboden vertrieben werden.
1701 
  • 1701—1713: Friedrich I. (König in Preussen)
    Friedrich (* 11. Juli 1657 in Königsberg; † 25. Februar 1713 in Berlin) aus dem Haus Hohenzollern war ab 1688 als Friedrich III. Kurfürst von Brandenburg und souveräner Herzog in Preußen. Dort erhöhte er sich 1701 als Friedrich I. zum König in Preußen.
10 1708 
  • 1708—1714: Pestepidemie
    Die Große Pest von 1709 bis 1711 war als Teil der Großen Pest von 1708 bis 1714 die folgenreichste Pestepidemie im Gebiet des Königreichs Preußen. Ein Drittel der Bevölkerung und die ganze Landwirtschaft fielen ihr zum Opfer. Die Seuche forderte auch im übrigen Ostseeraum, in Pommern, Schweden und im Baltikum, zahlreiche Opfer.
  • Nov 1708—Mai 1709: Jahrtausendwinter
    Der Jahrtausendwinter von 1708/1709 war ein außergewöhnlich kalter Winter in Europa von Ende 1708 bis zum Frühjahr 1709. Der Winter traf selbst Länder mit in der Regel milden Wintern wie Portugal oder Italien. Der Winter gilt als der kälteste der vergangenen 500 Jahre. Die anhaltende Kälte verursachte im Folgejahr Missernten, Teuerung und Hungersnot in vielen Teilen Europas.
11 1713 
  • 1713—1740: Friedrich Wilhelm I. ("der Soldatenkönig")
    Er festigt das Staatswesen. Er lässt Ostpreussen von Kommissionen bereisen, die das Land erfassen, den Boden bewerten und die steuerliche Ertragskraft feststellen. Von 1716-1719 werden die "Hufenschoßprotokolle" erstellt, die den Hufenschoß (vergleichbar mit der heutigen Grundsteuer) festlegen.
12 1714 
  • 1714—1740: Wiederbevölkerung Ostpreussens
    Wiederbevölkerung Ostpreussens nach der grossen Pest.
13 1721 
  • 1721—1721: Kriegs- und Domänenkammer
    Die "Kriegs- und Domänenkammer", die spätere Regierung Ostpreussens wird gegründet.
14 1732 
  • 1732—1733: Salzburger Emigranten
    30000 Salzburger Emigranten (Protestanten) werden in Ostpreussen angesiedelt, hauptsächlich in Preussen-Litauen.
15 1736 
  • 1736—1736: Verwaltungsreform
    Verwaltungsreform: Ostpreussen wird geteilt in die "Deutsche oder Königsberger Kammer" und die "Litauische oder Gumbinner Kammer".
16 1739 
  • Nov 1739—Apr 1740: Strenger Winter
    Sehr strenger Winter; Eichen geborsten; Wein und Bier gefroren; Wachposten, Wild und Geflügel erfroren; die Ostsee öffnet sich erst Mitte Mai.
17 1740 
  • 1740—1786: Friedrich II. (der "Große")
    Friedrich II. oder Friedrich der Große (* 24. Januar 1712 in Berlin; † 17. August 1786 in Potsdam), volkstümlich „der Alte Fritz“ genannt, war ab 1740 König in, ab 1772 König von Preußen und ab 1740 Markgraf von Brandenburg und somit einer der Kurfürsten des Heiligen Römischen Reiches. Er entstammte der Dynastie der Hohenzollern. Die von ihm gegen Österreich geführten drei Schlesischen Kriege um den Besitz Schlesiens führten zum deutschen Dualismus. Nach dem letzten dieser Kriege, dem Siebenjährigen Krieg von 1756 bis 1763, war Preußen als fünfte Großmacht neben Frankreich, Großbritannien, Österreich und Russland in der europäischen Pentarchie anerkannt. Friedrich gilt als ein Repräsentant des aufgeklärten Absolutismus. So bezeichnete er sich selbst als „ersten Diener des Staates“. Er setzte tiefgreifende gesellschaftliche Reformen durch, schaffte die Folter ab und forcierte den Ausbau des Bildungssystems.
18 1756 
  • 1756—1763: 7-jähriger Krieg
    Der Siebenjährige Krieg. Preußen unter Friedrich dem Großen (1712-1786) wird zur europäischen Großmacht, und gewinnt ab jetzt zunehmend den Kampf gegen Österreich um Macht und Einfluss in Deutschland.
19 1757 
  • 1757: Einfall der Russen
    Die Russen fallen im Sommer (im Siebenjährigen Krieg) unter Graf Fermor und Feldmarschall Graf Apraxin in Ostpreußen ein. Zarin Elisabeth I. erklärt durch Patent vom 31. Dezember 1757 Ostpreußen als russisches Eigentum.
20 1762 
  • 5 Jan 1762—5 Mai 1762: Rückgabe an Preußen
    Nach dem Tod der Zarin Elisabeth (5.1.1762) kommt es unter ihrem Nachfolger, Zar Peter III., zum Frieden mit Preußen (5.5.1762 Vertrag von St. Petersburg). Russland gibt ohne Entschädigung die besetzten bzw. bereits annektierten Gebiete Ostpreußen, Hinterpommern und Neumark zurück. Die Russen ziehen ab, Sensburg wird wieder preußisch.
21 1772 
  • 1772—1772: Erste Teilung Polens
    Erste Teilung Polens. Vertrag zwischen Brandenburg-Preussen, Russland und Österreich. Preussen erhält Danzig und Thorn, das Ermland und den Netzedistrikt. Friedrich II trägt nun den Titel "König von Preussen".
22 1773 
  • 1773—1773: Ost- und Westpreussen
    Friedrich II bestimmt, dass die alten preussischen Besitzungen (das ehemalige Herzogtum Preussen) "Ostpreussen" und das neuerworbene Gebiet "Westpreussen" genannt werden.
23 1783 
  • Nov 1783—Mrz 1784: Extremwinter
    Der extreme Winter von 1783/1784 auf der nördlichen Hemisphäre war Teil einer natürlichen Klimaschwankung und gilt als einer der härtesten überhaupt in Mitteleuropa, war aber auch in Nordamerika und Asien ungewöhnlich. Ihm folgten extreme Überschwemmungen im Februar und März 1784 in Mitteleuropa, die als eine der größten Naturkatastrophen der frühen Neuzeit in dieser Region angesehen werden. Die Ursache dafür wird in besonders schwefelreichen oder besonders heftigen und aschereichen vulkanischen Eruptionen gesehen, die sich in Island ereigneten.
24 1789 
  • 1789—1789: Französische Revolution
    Die französische Revolution, gegen die Preußen und Österreich energisch kämpfen.
25 1793 
  • 1793—1793: Zweite Teilung Polens
    Zweite Teilung Polens durch Preussen und Russland. Preussen erhält Danzig und Thorn sowie die Distrikte Gnesen, Kalisch und Posen. Bildung der Provinz Südpreussen.
26 1794 
  • 1794—1794: Anweisung zur Hinterlegung von Personenregistern
    Das allgemeine Preussische Landrecht fixiert die Familiennamen und weist die Kirchen an, Zweitschriften der Geburts-, Trau- und Totenregister jährlich bei den Gerichten zu hinterlegen, wovon heute nur ein Bruchteil überlebt hat.
27 1795 
  • 1795—1795: Dritte Teilung und völlige Auflösung Polens
    Dritte Teilung und völlige Auflösung Polens durch Russland und Österreich. Preussen tritt bei und erhält Teile Litauens und Masowiens mit Warschau (Neu-Ostpreussen) und der Wojewodschaft Krakau (Neu-Schlesien).
28 1797 
  • 1797—1840: Friedrich Wilhelm III.
    Friedrich Wilhelm III. (* 3. August 1770 in Potsdam; † 7. Juni 1840 in Berlin) aus dem Haus Hohenzollern war von 1797 bis 1840 König von Preußen und Kurfürst von Brandenburg (bis 1809).
29 1815 
  • 1815—1815: 2. Pariser Frieden
    2. Pariser Frieden nach der Niederlage Napoleons. Mit dem Kampf gegen die französische Revolution und dann gegen Napoleon endet das Heilige Römische Reich offiziell, und zugleich beginnt das Ende der deutschen Kleinstaaten. Es gibt nun einen losen [=loose] "Deutschen Bund" mit einem Bundestag in Frankfurt (dessen Präsident von Österreich bestimmt wurde), der aber wenig Macht hat. Preußen und Österreich unterdrücken erfolgreich die sich formenden demokratischen Bestrebungen.
30 1824 
  • 1824—1824: Vereinigung von West- und Ostpreussen
    Ost- und Westpreussen werden vereinigt zur Provinz Preussen mit der Hauptstadt Königsberg.
31 1840 
  • 1840—1861: Friedrich Wilhelm IV.
    Friedrich Wilhelm IV. (* 15. Oktober 1795 in Berlin; † 2. Januar 1861 in Potsdam) war vom 7. Juni 1840 bis zu seinem Tod König von Preußen. Er entstammte der Dynastie der Hohenzollern. In seiner Regierungszeit sah er sich mit zwei elementaren Umbrüchen konfrontiert: der Industriellen Revolution und der bürgerlichen Forderung nach politischer Mitsprache.
  • 1840—1905: Abwanderung
    Abwanderung von 630 000 Personen aus Ostpreussen.
32 1866 
  • 1866—1866: Ende des deutschen Bundes
    Bismarck erklärt den Deutschen Bund für erloschen [=extinguished, expired] und Preußen gewinnt den daraus resultierenden Krieg mit Österreich in der Schlacht bei Königgrätz, und damit die effektive Kontrolle über die deutschen Länder im neuen "Norddeutschen Bund".
33 1870 
  • 1870—1871: Deutsch-Französischer Krieg
    10.12.1870: der Norddeutsche Bund wird zum "Deutschen Reich" 18.1.1871: Wilhelm I wird zum deutschen Kaiser proklamiert Im Frankfurter Frieden geht Elsass-Lothringen an das Deutsche Reich Das deutsche Reich ist offiziell eine konstitutionale Monarchie mit einem demokratisch gewählten Parlament, aber die Macht haben der Kaiser und der von ihm ernannte Reichskanzler
34 1871 
  • 1871—1881: Auswanderung
    Ost- und Westpreussen verlieren ca. 100 000 Personen durch Auswanderung, meist in die USA.
  • 1871—1918: Deutsches Kaiserreich
    Deutsches Kaiserreich ist die nachträgliche Bezeichnung des Deutschen Reiches für die Epoche von seiner Gründung 1871 bis zum Ende der Monarchie in der Novemberrevolution von 1918. Der erste deutsche Nationalstaat war eine föderale, konstitutionelle Monarchie und nach seiner Verfassung ein „ewiger Bund“ der deutschen Fürsten und der Senate der Freien Städte. Als Staatsoberhaupt nahm der König von Preußen den Titel „Deutscher Kaiser“ an. Otto von Bismarck, Ministerpräsident von Preußen und treibende Kraft hinter der Reichsgründung, war wie die meisten seiner Nachfolger zugleich Reichskanzler. Berlin, die Hauptstadt Preußens, war auch die des Kaiserreichs.
35 1883 
  • 1883—1889: Gründung der Sozialversicherung
    Bismarck begründet die Sozialversicherung. Das erleichtert aber kaum die Spannung zwischen seiner konservativen Regierung und der Arbeiterklasse.
36 1888 
  • 1888—1888: Dreikaiserjahr
    Dreikaiserjahr: Wilhelm I und sein Nachfolger Friedrich III sterben im gleichen Jahr. Der 29 Jahre alte Wilhelm II wird Kaiser.
37 1914 
  • 1 Aug 1914—11 Nov 1918: Erster Weltkrieg
    1. Weltkrieg, ausgelöst von der Ermordung des österreichisch-ungarischen Erzherzogs Franz Ferdinand in Sarajevo. Im Vertrag von Versailles verliert Deutschland seine Kolonien, sowie Elsass-Lothringen an Frankreich und Posen und den "polnischen Korridor" an Polen; Deutschland muss erhebliche Reparationen zahlen, und das Rheinland demilitarisieren. (Immer noch ein großzügigerer [=more generous] Friedensvertrag als der Frieden von Brest-Litovsk, den Deutschland im März 1918 mit Russland geschlossen hatte. Russland sollte viel Land an Deutschland abgeben, die Unabhängigkeit Polens, Georgiens und der Ukraine anerkennen, und erhebliche Reparationen an Deutschland zahlen.
38 1919 
  • 1919—1933: Weimarer Republik
    Die Weimarer Republik: Deutschlands erste demokratische Verfassung.
39 1920 
  • 11 Jul 1920: Volksabstimmung
    Volksabstimmung: "Anschluß an Polen oder Ostpreußen (Deutschland)".
40 1930 
  • 1930—1933: Weltwirtschaftskrise
    Weltwirtschaftskrise. Arbeitslosigkeit und politisches Chaos in Deutschland.
41 1939 
  • 1 Sep 1939—8 Apr 1945: Zweiter Weltkrieg
    2. Weltkrieg. Beginnt am 1.9.1939 mit Hitlers Angriff auf Polen.